Kostenpflichtige Formulare: Sammelklage gegen SSS-Software

Wenn Verbraucher das kostenpflichtige Formularangebot von SSS‑Software Special Service GmbH in Anspruch genommen haben, können sie bis zum 1. September 2025 Ansprüche anmelden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat eine Sammelklage eingereicht, da das Unternehmen insolvent ist.

Für den Rundfunkbeitrag gab es gebührenpflichtige Formulare – im Unterschied dazu stehen frei verfügbare Vorlagen wie eine Widerspruchsvorlage zur Verfügung, mit der Betroffene formgerecht reagieren können.

Über die inzwischen nicht mehr aktive Website konnten Nutzer Änderungen wie Adress‑ oder Bankdaten angeben – passend dazu bietet sich etwa ein Musterbrief Umzug zur Adressänderung an. Für diesen Service mussten sie anfänglich 29,99 Euro und später 39,99 Euro zahlen. Die Verbraucherzentralen haben festgestellt, dass die Hinweise zu den Kosten nicht deutlich genug waren.

Laut vzbv haben bis Mitte Juli 2024 etwa mehr als 90.000 Menschen dieses Angebot genutzt. Viele erfuhren erst durch eine Rechnung von den Kosten.

Rechtliche Schritte und Insolvenz

Die Verbraucherzentralen haben die Betreiber abgemahnt. Da das Unternehmen weiterhin auf Bezahlung bestand, hat der vzbv die Sammelklage eingeleitet. Für die SSS‑Software Special Service GmbH wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet, und Betroffene können ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden.

Die Verbraucherschützer betonen, dass der kostenpflichtige Dienst keine Vorteile im Vergleich mit dem offiziellen, kostenlosen Angebot des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio bot.

Weitere ähnliche Webseiten

Anfang 2025 erschien eine andere Seite mit einem ähnlichen Konzept, betrieben von einem Unternehmen aus Dubai. Diese Seite ist nun ebenfalls nicht mehr erreichbar.

Im Juli 2025 wurde eine fast identische Website bekannt, die ebenfalls von einer Firma mit Sitz in Dubai betrieben wurde. Auch dieses Angebot ist mittlerweile offline.