Arbeitslosigkeit steigt im August auf über drei Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August 2025 auf 3,025 Millionen gestiegen. Das waren 46.000 mehr als im Vormonat, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Im Vergleich zum August 2024 erhöhte sich die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 153.000. Die Arbeitslosenquote nahm im Monatsverlauf um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent zu. Im Vorjahresvergleich lag sie damit um 0,3 Punkte höher.

BA-Vorstandschefin Andrea Nahles erklärte, der Anstieg sei auf die Sommerpause zurückzuführen. Gleichzeitig gebe es erste Anzeichen einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich um 9.000 zurück. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Erwerbslosenquote nach dem ILO-Konzept im Juli bei 3,9 Prozent.

Unterbeschäftigung und Kurzarbeit

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosigkeit auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit umfasst, lag im August bei 3,634 Millionen. Das waren 25.000 mehr als ein Jahr zuvor. Saisonbereinigt verringerte sich die Zahl bereits den dritten Monat in Folge.

Bei der Kurzarbeit meldeten Unternehmen im Zeitraum vom 1. bis 25. August für rund 25.000 Beschäftigte Arbeitsausfälle an. Für Juni liegen hochgerechnete Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme vor: Rund 211.000 Personen erhielten konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Die Zahl ist seit Jahresbeginn leicht rückläufig, bleibt jedoch auf einem höheren Niveau.

Erwerbstätigkeit und Beschäftigung

Die Erwerbstätigkeit lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli bei 45,98 Millionen Personen. Saisonbereinigt bedeutet dies ein Plus von 4.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr war die Zahl um 5.000 geringer.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg von Mai auf Juni saisonbereinigt um 25.000. Im Vorjahresvergleich lag sie mit 34,90 Millionen um 60.000 höher. Der Zuwachs betraf ausschließlich Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Geringfügig beschäftigt waren im Juni 7,69 Millionen Menschen, 3.000 mehr als im Vorjahr.

Nachfrage nach Arbeitskräften

Im August waren 631.000 offene Stellen bei der BA gemeldet. Das entspricht einem Rückgang um 68.000 gegenüber dem Vorjahresmonat. Der BA-Stellenindex (BA-X) blieb mit 98 Punkten gegenüber Juli unverändert, lag jedoch um 8 Punkte niedriger als im August 2024.

Geldleistungen und Hilfebedürftigkeit

Im August erhielten 1,019 Millionen Menschen Arbeitslosengeld. Das waren 99.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldbezieher belief sich auf 3,901 Millionen, ein Rückgang um 88.000 gegenüber dem Vorjahr. Damit waren 7,1 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung auf Leistungen angewiesen.

Ausbildungsmarkt

Seit Oktober 2024 meldeten sich 430.000 Jugendliche bei Arbeitsagenturen und Jobcentern als Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 12.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Im August waren davon 98.000 noch unversorgt.

Das Angebot an Ausbildungsplätzen belief sich im gleichen Zeitraum auf 477.000 – 25.000 weniger als ein Jahr zuvor. 129.000 gemeldete Stellen waren im August unbesetzt. Laut BA ist der Ausbildungsmarkt weiterhin in Bewegung, sodass sich die Zahlen bis Ende September deutlich verändern dürften.