Kabinett beschließt Nationale Tourismusstrategie

Die Bundesregierung hat am 28. Januar 2026 im Kabinett eine Nationale Tourismusstrategie beschlossen. Ziel sei es, „gute Rahmenbedingungen“ für die Tourismusbranche zu schaffen. Im Fokus stehen laut Bundesregierung insbesondere Bürokratierückbau, Mobilität, Digitalisierung und Fachkräftegewinnung.

Der Tourismus wird in der Mitteilung als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in Deutschland beschrieben. Die Branche sei zudem stark durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt, darunter Hotels, Restaurants und weitere Anbieter im Tourismussektor.

Geplante Schwerpunkte der Strategie

Zu den genannten Vorhaben zählt der Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmen. Außerdem soll die Anbindung Deutschlands an das benachbarte Ausland gestärkt werden. Ergänzend nennt die Bundesregierung Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität im Land.

Ein weiterer Baustein ist die Fortsetzung der Digitalisierung im Tourismus. Die Bundesregierung stellt die Strategie in den Zusammenhang, langfristige Perspektiven für Unternehmen in der Branche zu unterstützen.

Daten zu Reisen und Beschäftigung

Deutschland wird in der Mitteilung als beliebtes Reiseziel beschrieben – sowohl für Reisende aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union als auch für internationale Geschäftsreisen. Bei internationalen Geschäftsreisen nimmt Deutschland laut Text „mit einem Anteil von rund 11 Prozent“ eine führende Position ein.

Zugleich wird auf die Reisetätigkeit der Bevölkerung verwiesen: Deutschland buche im europaweiten Vergleich die meisten Pauschalreisen. Für das Jahr 2024 nennt die Bundesregierung Ausgaben von insgesamt rund 40 Milliarden Euro für Pauschalreisen. Zudem heißt es, im Tourismus seien mehr als zwei Millionen Menschen beschäftigt.

Nachhaltigkeit, Personal und steuerliche Entlastung

Die Bundesregierung nennt Nachhaltigkeit als weiteren Schwerpunkt und verweist darauf, dass „nachhaltiger Tourismus“ zunehmend Marktanteile gewinne und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stärke. Auch „nachhaltiges Reisen“ solle mit der Strategie unterstützt werden.

Außerdem verweist die Bundesregierung auf arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die ebenfalls dem Tourismus zugutekämen. Besonders Gastronomie und Hotellerie seien auf Fachkräfte angewiesen und sollten gezielt dabei unterstützt werden, geeignetes Personal zu gewinnen. Als wirtschaftliche Unterstützung nennt die Mitteilung zudem die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke, die die Gastronomiebranche stärken solle.