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Darlehensverträge


Verleiht eine Person oder eine Bank an eine andere Person Geld, spricht man von einem Darlehen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu sind in §§ 488 ff. des BGB festgelegt.

Im sogenannten Darlehensvertrag verpflichten sich beide Parteien, die vereinbarten Bedingungen zu erfüllen. Der Darlehensgeber verpflichtet sich einen bestimmten Betrag zu einem einem festgelegten Termin zu zahlen. Der Darlehensnehmer verpflichtet sich im Gegenzug zur vereinbarungsgemäßen Rückzahlung der Summe, sowie meist auch zur Zahlung von Zinsen.

Im Folgenden erklären wir, welche unterschiedlichen Arten von Darlehen es gibt, welche Inhalte in einem Darlehensvertrag enthalten sein sollten und warum auch Privatpersonen nicht auf die Schriftform verzichten sollten. Außerdem stellen wir auf dieser Seite kostenlose Vorlagen für Darlehensverträge zwischen Privatpersonen zur Verfügung.

 

Wichtige Inhalte eines Darlehensvertrags

Damit ein Darlehensvertrag gültig ist und beiden Parteien Sicherheit bietet, ist es wichtig, dass er die richtigen Informationen enthält.

Dazu zählen insbesondere die folgenden Details:

  • Persönliche Daten von Darlehensgeber und Darlehensnehmer
    Die Summe und das Auszahlungsdatum
  • Der Verwendungszweck (sofern das Geld von einer Bank verliehen wird)
  • Laufzeit und Höhe des Zinssatzes
  • Kosten (Sofern das Geld von einer Bank verliehen wird, fallen dabei zusätzliche Gebühren an.)
  • Effektiver Jahreszins (Bei Darlehen durch eine Bank)
    Rückzahlungsmodalitäten
  • Gesamtbetrag (inklusive aller Kosten, die durch das Darlehen anfallen)
  • Sicherheiten (je nach Bonität und Höhe des Darlehens)
  • Zusätzliche Bedingungen (zum Beispiel Sondertilgungen)
  • Schufa-Klausel (damit die Bank die Kreditwürdigkeit prüfen kann)
  • Widerrufsbelehrung (Der Darlehensnehmer erhält dadurch die Möglichkeit das Darlehen innerhalb von sieben Tagen bei der Bank zu widerrufen.)

Auch Privatdarlehen sollten schriftlich geschlossen werden

Dass eine Bank ohne einen Darlehensvertrag kein Geld verleiht, versteht sich von selbst. Bei einem Darlehen unter Privatpersonen sieht das jedoch oft anders aus. Hier wird meist darauf verzichtet, einen schriftlichen Darlehensvertrag anzufertigen. Stattdessen wird in vielen Fällen auf eine mündliche Vereinbarung vertraut.

Das kann im Streitfall jedoch schnell zum Problem werden. Deshalb sollte auch bei einem privaten Darlehen ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen werden.

Natürlich muss dieser keine Schufa-Klausel, Widerrufsbelehrung oder einen Verwendungszweck enthalten. Doch zumindest die Namen beider Vertragsparteien sowie die Summe und Details zu Rückzahlung und eventuell vereinbarten Zinsen sollten in jedem Fall schriftlich in Form eines Darlehensvertrags festgehalten werden.

Verschiedene Arten von Darlehen

Es gibt verschiedene Arten von Darlehen. Ihr Unterschied liegt in erster Linie im Zeitraum und Zeitpunkt der Rückzahlung sowie in der Höhe der Raten und Zinsen

Man unterscheidet die folgenden Darlehensformen:

  • Fälligkeitsdarlehen (Der Darlehensnehmer zahlt zunächst nur monatlich Zinsen. Die Rückzahlung der geliehenen Summe erfolgt in einer Rate am Ende der Laufzeit.)
  • Annuitätendarlehen (Der Darlehensnehmer zahlt monatlich sowohl Zinsen als auch einen festgelegten Tilgungssatz. Die Zinsen werden an die jeweilige Restschuld angepasst, wodurch der Tilgungssatz steigt.)
  • Tilgungsdarlehen (Der Darlehensnehmer zahlt einen festen Tilgungssatz. Aufgrund der sinkenden Zinsen reduziert sich die monatliche Rate, je geringer die Restschuld ist.)
  • Euribor-Darlehen (Diese Art des Darlehens zeichnet sich durch sehr flexible Zinssätze aus. Meist orientieren sich diese am Euribor, dem Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen.)
  • Forward-Darlehen (Mit einem Forward-Darlehen können die aktuellen Zinssätze für künftige Anschlussfinanzierungen gesichert werden. Aufgrund der erhobenen Bankgebühren lohnt sich das jedoch nicht immer.)

Unterschiede zwischen Kredit und Darlehen

Meist werden die Worte Kredit und Darlehen synonym gebraucht. Das ist prinzipiell auch richtig. Es gibt jedoch einige kleine Unterschiede. Bei einem Kredit ist die Summe in aller Regel kleiner und die Laufzeit bewegt sich in einem überschaubaren Rahmen.

Von einem Darlehen spricht man meist dann, wenn die verliehene Summe recht hoch und die Laufzeit entsprechend lang ist. Aus diesem Grund werden Immobilienkredite beispielsweise meist als Darlehen bezeichnet.

Fazit

Kredite werden bei Weitem nicht nur von Banken vergeben. Es dürfte vermutlich noch viel häufiger vorkommen, dass sich Privatpersonen untereinander Geld leihen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Freunde, Bekannte oder auch Familienmitglieder.

Die Tatsache, dass sich die Personen untereinander kennen, sorgt in der Regel dafür, dass auf eine schriftliche Vereinbarung verzichtet wird. Stattdessen wird der Darlehensvertrag und die damit verbundene Rückzahlung oft nur mündlich fixiert.

Unserer Meinung nach ist das jedoch ein großer Fehler. Das Fehlen einer schriftlichen Vereinbarung über die Höhe des Darlehens sowie dessen Rückzahlung kann nämlich durchaus zu Problemen führen.

Und erfahrungsgemäß ist das oft auch der Fall, obwohl man den Empfänger des Geldes gut kennt. Sollte dieser nämlich Schwierigkeiten bei der Rückzahlung bekommen, haben Sie nichts Schriftliches in der Hand, worauf Sie sich berufen können.

Schlimmstenfalls sehen Sie Ihr Geld dann überhaupt nicht wieder, erhalten nur einen Teil der Summe oder müssen zumindest mit einem erheblichen Zahlungsverzug rechnen.

Aus diesem Grund sollten Sie, unabhängig vom Verhältnis zur Person, der Sie etwas leihen möchten, auf keinen Fall auf das Abschließen eines Darlehensvertrags verzichten.

Kostenlose Darlehensverträge zum Download

Neben zahlreichen anderen Formularen finden Sie bei uns auch kostenlose Vorlagen für Ihren Darlehensvertrag. Diese können Sie sich entweder als PDF-Datei, welche Sie bequem am PC ausfüllen können, oder auch als Word-Dokument, welches Sie exakt auf Ihre Wünsche anpassen können, herunterladen.

Nutzen Sie unsere kostenlosen Vorlagen für Darlehensverträge zwischen Privatpersonen und sorgen Sie dafür, dass Geld keinen Ärger mit Ihren Freunden oder Verwandten verursacht.

(Wir übernehmen keine Haftung für die rechtliche Richtigkeit der hier zum Download bereitgestellten Vorlagen.)

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