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Unbefristeter Mietvertrag Wohnung: Vorlage als PDF & Word

Ein unbefristeter Mietvertrag ist die passende Standardlösung, wenn eine Wohnung ohne festes Enddatum vermietet werden soll. Hier finden Sie die Vorlage kostenlos als PDF und Word sowie die wichtigsten Antworten zu Kündigungsfrist, Vermieterkündigung, Eigenbedarf und typischen Vertragsklauseln.

Die Vorlage ist auf das deutsche Wohnraummietrecht zugeschnitten und passt damit zum normalen Fall der Wohnungsvermietung. Sie grenzt sich bewusst von allgemeinen Mietvertrag Mustern, dem befristeten Mietvertrag für Wohnungen und dem unbefristeten Mietvertrag für Häuser ab.

Wenn Sie direkt starten möchten, springen Sie zum Downloadbereich. Wenn Sie vorher prüfen möchten, ob diese Vorlage zu Ihrem Fall passt, finden Sie darunter die wichtigsten Antworten zu Kündigung, Fristen, Mieterhöhung und sinnvollen Zusatzunterlagen rund um die Vermietung.

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Springen Sie direkt zur Vorlage als PDF und Word oder lesen Sie zuerst kurz nach, welche Regeln bei Kündigung und Fristen wichtig sind.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein unbefristeter Mietvertrag für eine Wohnung?
  2. Wann ist diese Vorlage für den unbefristeten Mietvertrag sinnvoll?
  3. Welche Inhalte sollte ein unbefristeter Mietvertrag für eine Wohnung enthalten?
  4. Kündigung beim unbefristeten Mietvertrag: Welche Fristen gelten für die Wohnung?
  5. Kann der unbefristete Mietvertrag später geändert oder einvernehmlich beendet werden?
  6. Wann wird ein Mietvertrag automatisch unbefristet?
  7. Welche Vorlagen und Unterlagen passen zu diesem Mietvertrag?
  8. FAQ zum unbefristeten Mietvertrag Wohnung
  9. Unbefristeter Mietvertrag Wohnung: Vorlage kostenlos als PDF und Word herunterladen

Was ist ein unbefristeter Mietvertrag für eine Wohnung?

Bei einer normalen Wohnungsvermietung ist der unbefristete Mietvertrag der häufigste Standard. Er schafft einen klaren Rahmen für Miete, Nutzung und Nebenkosten, ohne schon beim Einzug ein festes Vertragsende festzulegen.

Genau das macht ihn im Alltag so praktikabel. Die Wohnung wird auf unbestimmte Zeit vermietet, während Kündigung, Aufhebung oder andere Beendigungsgründe erst später relevant werden.

Unbefristeter Mietvertrag Wohnung: Was bedeutet das konkret?

Ein unbefristeter Mietvertrag läuft ohne festes Enddatum und endet erst durch eine wirksame Kündigung, einen Aufhebungsvertrag oder einen anderen rechtlich zulässigen Beendigungsgrund.

Für Vermieter und Mieter heißt das vor allem eines: Die Wohnung ist nicht nur für einen vorab festgelegten Zeitraum überlassen, sondern bleibt vertraglich gebunden, bis das Mietverhältnis wirksam beendet wird.

Gerade deshalb ist diese Vertragsform für Wohnungen so verbreitet. Sie bleibt flexibel, während die wichtigsten Punkte zu Miethöhe, Nebenkosten, Nutzung, Kaution und Kündigung trotzdem sauber geregelt werden können.

Befristeter oder unbefristeter Mietvertrag: Was ist der Unterschied?

Der zentrale Unterschied liegt im Enddatum: Ein unbefristeter Mietvertrag endet nicht automatisch, während ein befristeter Vertrag grundsätzlich auf einen festen Endtermin zuläuft.

Bei Wohnraum ist eine Befristung außerdem nicht frei gestaltbar. Ein Zeitmietvertrag braucht besondere Voraussetzungen, während der unbefristete Mietvertrag die normale Grundform der Wohnungsvermietung bleibt.

Daneben gibt es Mischformen wie eine Mindestmietdauer. Der Vertrag ist dann zwar nicht befristet, bindet die ordentliche Kündigung aber zunächst für einen bestimmten Zeitraum.

Die Unterschiede wirken auf den ersten Blick klein, im Alltag machen sie aber einen großen Unterschied. Die kompakte Übersicht zeigt, welche Vertragsform zu welchem Ziel passt.

Vertragsform Enddatum Ordentliche Kündigung Typischer Einsatz
Unbefristeter Mietvertrag Kein festes Enddatum Ja, nach Gesetz oder wirksamer Vereinbarung Normale, auf Dauer angelegte Wohnungsvermietung
Befristeter Mietvertrag Fester Beendigungszeitpunkt Regelmäßig ausgeschlossen Nur bei zulässigem Befristungsgrund
Mietvertrag mit Mindestmietdauer Kein festes Enddatum Erst nach Ablauf der Mindestdauer Wenn beide Seiten anfangs stärker gebunden sein sollen

Wenn Sie weitere Varianten vergleichen möchten, finden Sie in der Übersicht der Mietverträge passende Muster für verschiedene Wohn- und Nutzungssituationen.

Wann ist diese Vorlage für den unbefristeten Mietvertrag sinnvoll?

Nicht jede Mietvertragsvorlage passt zu jedem Objekt und zu jedem Vermietungsmodell. Genau deshalb lohnt sich vor dem Download ein kurzer Blick darauf, wann diese Vorlage stark ist und wann besser ein anderes Muster eingesetzt werden sollte.

Die Seite ist auf die klassische Wohnung zugeschnitten, die auf unbestimmte Zeit vermietet werden soll. Sobald Sonderfälle wie Zeitmiete, Untervermietung oder besondere Preisabreden dazukommen, reicht ein Standardmuster oft nicht mehr aus.

Ist ein unbefristeter Mietvertrag gut? Diese Vor- und Nachteile sollten Sie kennen

Für die normale Wohnungsvermietung ist der unbefristete Mietvertrag meist die beste Lösung, weil er rechtlich sauber, alltagstauglich und für beide Seiten gut planbar ist.

Für Mieter liegt der größte Vorteil in der Flexibilität. Es gibt kein starres Enddatum, und die ordentliche Kündigung bleibt im Regelfall mit drei Monaten Frist möglich.

Auch Vermieter profitieren von einer klaren Grundstruktur. Gleichzeitig ist die Wohnung nicht beliebig zurückholbar, denn eine ordentliche Vermieterkündigung setzt ein berechtigtes Interesse voraus.

Der Nachteil liegt deshalb weniger im Vertrag selbst als in falschen Erwartungen. Wer von Anfang an nur kurzfristig vermieten oder einen festen Auszugstermin absichern möchte, braucht meist eine andere Vertragsform.

Wann reicht eine Standardvorlage für die Wohnung nicht aus?

Eine Standardvorlage reicht dann nicht aus, wenn zusätzliche Regeln gebraucht werden, die über die normale Vermietung einer Wohnung auf unbestimmte Zeit hinausgehen.

Das gilt etwa bei einer Mindestmietdauer, bei einer Staffelmiete, bei einer Indexmiete oder wenn statt der ganzen Wohnung nur ein Teil untervermietet wird. Dafür passt eher der Mietvertrag für Untermieter.

Auch ein Haus sollte nicht einfach mit derselben Vorlage vermietet werden. Für diesen Fall ist der unbefristete Mietvertrag für ein Haus meist die sauberere Grundlage.

Welche Inhalte sollte ein unbefristeter Mietvertrag für eine Wohnung enthalten?

Ein guter Mietvertrag muss nicht kompliziert klingen, aber er sollte die wichtigsten Punkte eindeutig regeln. Je klarer die Angaben sind, desto seltener gibt es später Streit über Miete, Nutzung, Nebenkosten oder mitvermietete Flächen.

Gerade bei Wohnungen entstehen viele Probleme nicht aus großen Rechtsfragen, sondern aus ungenauen Formulierungen. Deshalb lohnt sich ein sauberer Blick auf die typischen Kernbausteine des Vertrags.

Vertragsparteien, Wohnung und Mietbeginn: Welche Angaben gehören hinein?

Die Namen der Vertragsparteien, die genaue Bezeichnung der Wohnung und der Mietbeginn gehören zu den unverzichtbaren Kernangaben jedes unbefristeten Mietvertrags.

Im Vertrag sollten Vermieter und Mieter vollständig benannt sein. Dazu kommen die genaue Adresse, die Lage der Wohnung im Haus und die Frage, welche Räume, Kellerflächen oder Stellplätze überhaupt mitvermietet werden.

Ebenso wichtig ist der präzise Mietbeginn. Schon kleine Unklarheiten an dieser Stelle führen später oft zu Diskussionen über Übergabe, Zahlungsbeginn oder den Start gesetzlicher Fristen.

Miete, Nebenkosten und Kaution: Was sollte sauber geregelt sein?

Bei Miete, Betriebskosten und Kaution sollte der Vertrag so klar sein, dass Zahlbetrag, Fälligkeit, Abrechnung und Zahlungsweg ohne Rückfragen verständlich bleiben.

Eine gute Vorlage trennt die Grundmiete sauber von den Nebenkosten und nennt außerdem, ob Betriebskosten als Vorauszahlung oder pauschal gezahlt werden. Auch das Fälligkeitsdatum und die Zahlungsweise sollten nicht offen bleiben.

Für das laufende Mietverhältnis sind später andere Unterlagen wichtig als der eigentliche Vertrag. Dazu gehören etwa die Nebenkostenabrechnung als Mustervorlage oder – auf Mieterseite – die Vorlage für den Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung.

Wenn schon bei Vertragsschluss eine spätere Mietanpassung fest eingebaut werden soll, führt meist nicht die Standardvorlage, sondern eher ein eigener Staffelmietvertrag oder Indexmietvertrag schneller zum passenden Ergebnis.

Nutzung, Schlüssel und Zusatzflächen: Welche Punkte werden oft vergessen?

Viele spätere Streitpunkte entstehen nicht bei den großen Klauseln, sondern bei den praktischen Details zu Nutzung, Schlüsseln, Hausordnung und mitvermieteten Nebenflächen.

Deshalb sollte klar im Vertrag stehen, welche Schlüssel übergeben werden, ob Keller, Dachboden oder Stellplatz dazugehören und welche gemeinschaftlichen Flächen mitgenutzt werden dürfen. Auch eine Hausordnung sollte nicht erst diskutiert werden, wenn es schon Ärger gibt.

Spätestens bei Einzug und Auszug hilft dann ein sauberes Wohnungsübergabeprotokoll. So bleiben Zustand, Zählerstände und Schlüsselanzahl nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich festgehalten.

Kündigung beim unbefristeten Mietvertrag: Welche Fristen gelten für die Wohnung?

Wer nach einem unbefristeten Mietvertrag sucht, will fast immer auch wissen, wie die spätere Beendigung funktioniert. Genau hier liegen die wichtigsten Fragen zu drei Monaten Kündigungsfrist, Vermieterkündigung, Eigenbedarf und der richtigen Form.

Für Wohnraummietverhältnisse richten sich die gesetzlichen Fristen der ordentlichen Kündigung nach § 573c BGB. Für die Praxis zählt deshalb nicht nur der Wille zur Kündigung, sondern vor allem der rechtzeitige Zugang des Schreibens.

Wann muss ich meine Wohnung bei 3 Monaten Kündigungsfrist kündigen?

Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats zugehen, damit dieser Monat bei der Dreimonatsfrist noch mitzählt und das Mietverhältnis zum Ablauf des übernächsten Monats endet.

Genau diese Monatslogik sorgt in der Praxis für die meisten Fragen. Nicht das Datum auf dem Brief entscheidet, sondern der rechtzeitige Zugang beim Vertragspartner.

Geht die Kündigung rechtzeitig zu, zählt der laufende Monat noch mit. Kommt das Schreiben erst nach dem dritten Werktag an, verschiebt sich das Vertragsende in der Regel um einen weiteren Monat.

Ein praktisches Beispiel macht die Frist meist sofort greifbar. Die Übersicht zeigt, wie derselbe Monat je nach Zugangsdatum zu einem anderen Vertragsende führt.

Zugang der Kündigung Vertragsende Was das bedeutet
Bis spätestens 3. Werktag im April 30. Juni Der April zählt noch in die Dreimonatsfrist hinein.
Nach dem 3. Werktag im April 31. Juli Die Frist verschiebt sich praktisch um einen Monat.
Bis spätestens 3. Werktag im Oktober 31. Dezember Auch zum Jahresende gilt genau dieselbe Monatslogik.

Wenn Sie dafür schon das passende Schreiben suchen, ist meist das Wohnungskündigung Muster oder die allgemeine Kündigung des Mietvertrags die schnellere Ergänzung zum Vertrag selbst.

Wann kann der Vermieter einen unbefristeten Mietvertrag kündigen?

Der Vermieter kann einen unbefristeten Mietvertrag nicht frei beenden, sondern nur mit berechtigtem Interesse und unter Einhaltung der längeren gesetzlichen Fristen.

Ein berechtigtes Interesse kann etwa bei Eigenbedarf, erheblichen Pflichtverletzungen des Mieters oder in besonderen wirtschaftlichen Konstellationen vorliegen. Die Gründe müssen in der Kündigung nachvollziehbar benannt werden.

Wichtig ist außerdem die Frist: Für Vermieter verlängert sich die ordentliche Kündigungsfrist nach mehr als fünf und nach mehr als acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums jeweils um drei Monate.

Damit die Unterschiede zwischen Mieter- und Vermieterkündigung schnell erfassbar bleiben, lohnt sich ein kurzer Vergleich der Regelfristen.

Wer kündigt? Regelfrist Besonderheit
Mieter 3 Monate Gilt im Regelfall unabhängig von der bisherigen Mietdauer.
Vermieter bei kurzer Mietdauer 3 Monate Nur mit berechtigtem Interesse und schriftlicher Kündigung.
Vermieter nach mehr als 5 Jahren 6 Monate Die Frist verlängert sich um 3 Monate.
Vermieter nach mehr als 8 Jahren 9 Monate Nochmals 3 Monate längere Frist.

Wenn Sie nicht den Vertrag, sondern bereits ein passendes Schreiben brauchen, helfen je nach Richtung die Vorlagen zur Kündigung der Mietwohnung durch Vermieter oder Mieter und zur fristgemäßen Kündigung des Mietvertrags durch den Vermieter.

Kann ein unbefristeter Mietvertrag wegen Eigenbedarf gekündigt werden?

Ja, ein unbefristeter Mietvertrag kann grundsätzlich wegen Eigenbedarfs gekündigt werden, wenn der Bedarf tatsächlich besteht und im Kündigungsschreiben nachvollziehbar begründet wird.

Es reicht also nicht, nur allgemein auf familiäre Gründe zu verweisen. Im Schreiben sollte klar erkennbar sein, wer die Wohnung nutzen soll und warum gerade diese Wohnung gebraucht wird.

Wenn Sie dafür nicht den Vertrag, sondern schon das passende Schreiben suchen, finden Sie bei uns die Vorlage zur Kündigung wegen Eigenbedarf. Für die normale Vertragsgestaltung bleibt diese Seite hier die richtige Grundlage.

Reicht beim unbefristeten Mietvertrag eine Kündigung per E-Mail?

Nein, die ordentliche Kündigung eines Wohnraummietvertrags sollte nicht einfach per E-Mail erklärt werden, weil für Wohnraum die Schriftform maßgeblich ist.

Genau diese Form regelt § 568 BGB. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt deshalb ein sauber formuliertes Kündigungsschreiben mit eigenhändiger Unterschrift und achtet auf den rechtzeitigen Zugang.

Für den Alltag ist das besonders wichtig, weil ein inhaltlich richtiger Text trotzdem scheitern kann, wenn die Form nicht passt. Das passende Muster finden Sie auf der Seite zur Kündigung des Mietvertrags.

📬 Vertrag oder Kündigung – was brauchen Sie gerade?

Wenn Sie nicht den Vertrag, sondern schon die Beendigung des Mietverhältnisses vorbereiten, helfen die spezialisierten Kündigungsvorlagen meist schneller weiter.

Kann der unbefristete Mietvertrag später geändert oder einvernehmlich beendet werden?

Ein unbefristeter Mietvertrag ist kein starres Konstrukt für alle Zeiten. Im laufenden Mietverhältnis tauchen oft Fragen auf, die nicht die Kündigung betreffen, sondern eine einvernehmliche Auflösung oder spätere Anpassungen der Miethöhe.

Genau an dieser Stelle lohnt sich eine klare Trennung. Kündigung, Aufhebungsvertrag und Mieterhöhung sind drei verschiedene Wege, die jeweils andere Voraussetzungen und Dokumente brauchen.

Kann ein unbefristeter Mietvertrag aufgehoben oder vorzeitig aufgelöst werden?

Ja, ein unbefristeter Mietvertrag kann jederzeit einvernehmlich beendet werden, wenn beide Seiten einen Mietaufhebungsvertrag schließen.

Das ist oft die schnellere und ruhigere Lösung, wenn Mieter früher ausziehen möchten oder Vermieter die Wohnung zu einem festen Termin zurückbekommen sollen. Anders als bei der ordentlichen Kündigung kommt es dann nicht auf die gesetzlichen Fristen an, sondern auf die gemeinsame Vereinbarung.

Für genau diesen Fall passt der Mietaufhebungsvertrag. Er ist die bessere Wahl, wenn nicht gestritten, sondern sauber und planbar beendet werden soll.

Mieterhöhung im unbefristeten Mietvertrag: Was ist später möglich?

Ein unbefristeter Mietvertrag bedeutet nicht, dass die Miete auf Dauer unverändert bleibt, denn spätere Anpassungen können je nach Vertragsmodell und Rechtsgrund möglich sein.

Wird die Miete erst im laufenden Mietverhältnis angepasst, braucht es dafür in der Praxis meist nicht den ursprünglichen Vertrag neu, sondern ein eigenes Schreiben. Dafür passt je nach Perspektive der Vordruck zur Mieterhöhung oder – auf Mieterseite – die Zustimmung zur Mieterhöhung.

Wenn eine automatische Mietentwicklung schon von Anfang an geregelt werden soll, ist dagegen eher ein Staffelmietvertrag oder Indexmietvertrag sinnvoll. So bleibt die Standardvorlage für den unbefristeten Mietvertrag klar und schlank.

Wann wird ein Mietvertrag automatisch unbefristet?

Gerade beim Vergleich mit einem Zeitmietvertrag taucht immer wieder dieselbe Unsicherheit auf: Wann bleibt eine Befristung wirksam – und wann wird aus dem Vertrag rechtlich doch ein unbefristetes Mietverhältnis?

Die Frage ist wichtig, weil viele Vermieter zwar eine Befristung wünschen, die gesetzlichen Voraussetzungen aber nicht sauber einhalten. Dann hilft auch die beste Vorlage nicht, wenn schon das falsche Vertragsmodell gewählt wurde.

Zeitmietvertrag ohne Grund: Wann wird daraus ein unbefristeter Mietvertrag?

Fehlt bei einem befristeten Wohnraummietvertrag ein zulässiger Befristungsgrund oder wird er nicht schriftlich mitgeteilt, hält die Befristung oft nicht und das Mietverhältnis gilt grundsätzlich als unbefristet.

Genau dafür ist der Zeitmietvertrag nach § 575 BGB entscheidend. Zulässige Gründe sind vor allem späterer Eigenbedarf, größere Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen oder die geplante Überlassung an einen zur Dienstleistung Verpflichteten.

Fehlt ein solcher Grund, führt meist nicht die Befristung, sondern eher ein sauberer befristeter Mietvertrag für Wohnungen mit korrekter Gestaltung oder direkt der unbefristete Standardvertrag zum rechtssicheren Ergebnis.

Formfehler und Fortsetzung: Welche Fälle führen ebenfalls zur Unbefristung?

Auch Formfehler bei längeren Laufzeiten oder eine Fortsetzung nach Ablauf können dazu führen, dass ein Mietverhältnis rechtlich wie ein unbefristeter Vertrag behandelt wird.

Wird ein Mietvertrag für länger als ein Jahr geschlossen, ohne die gesetzlich erforderliche Form einzuhalten, kann er nach § 550 BGB grundsätzlich als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen gelten. Schon deshalb sollte eine Befristung nie nur als kurzer Zusatzsatz in ein Standardmuster eingebaut werden.

Außerdem kann sich ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit fortsetzen, wenn der Mieter nach Ablauf weiter in der Wohnung bleibt und kein rechtzeitiger Widerspruch erfolgt. Auch hier zeigt sich: Eine saubere Vertragswahl ist oft wichtiger als eine spätere Reparatur.

Welche Vorlagen und Unterlagen passen zu diesem Mietvertrag?

Der Mietvertrag ist nur ein Teil des Vermietungsprozesses. Rund um Auswahl des Mieters, Bonitätsprüfung, Übergabe der Wohnung und spätere Änderungen des Mietverhältnisses werden oft noch weitere Unterlagen gebraucht.

Genau hier lohnt sich eine saubere interne Verknüpfung. So bleibt die Seite klar auf den unbefristeten Mietvertrag fokussiert und deckt trotzdem die nächsten sinnvollen Schritte der Vermietung ab.

Welche Dokumente helfen schon vor dem Einzug?

Sauber wird die Vermietung oft schon vor der Unterschrift entschieden, denn gute Unterlagen sparen Rückfragen und helfen bei der Auswahl des passenden Mieters.

Besonders praktisch ist die Selbstauskunft für Mietbewerber einer Wohnung. Sie bündelt die wichtigsten Angaben frühzeitig und schafft eine bessere Grundlage für die Entscheidung.

Je nach Fall kann zusätzlich eine SCHUFA-Eigenauskunft sinnvoll sein. So werden Bonität, Unterlagen und Selbstauskunft nicht erst kurz vor der Unterschrift zusammengetragen.

Welche Unterlagen helfen bei Übergabe und im laufenden Mietverhältnis?

Nach der Unterschrift beginnt die eigentliche Praxis, und genau dann zeigen sich die Stärken gut vorbereiteter Zusatzdokumente.

Für Einzug und Auszug bleibt ein Wohnungsübergabeprotokoll besonders wertvoll. Es dokumentiert Zustand, Zählerstände, Mängel und Schlüssel und schafft damit Klarheit auf beiden Seiten.

Wenn Sie darüber hinaus andere Vertragsarten prüfen möchten, finden Sie in der Übersicht aller Mietverträge weitere Muster – vom allgemeinen Mietvertrag Muster bis zu spezialisierten Lösungen für Sonderfälle.

🏠 Sinnvolle Unterlagen rund um die Vermietung

Ergänzen Sie den Vertrag mit Wohnungsübergabeprotokoll und Mieterselbstauskunft, damit Auswahl und Übergabe sauber dokumentiert sind.

FAQ zum unbefristeten Mietvertrag Wohnung

Vor dem Download bleiben oft noch ein paar kurze Grundfragen offen. Die folgenden Antworten greifen genau die Punkte auf, die beim unbefristeten Mietvertrag für eine Wohnung besonders häufig auftauchen.

Was bedeutet ein unbefristeter Mietvertrag?

Ein unbefristeter Mietvertrag ist ein Mietvertrag ohne fest vereinbartes Enddatum, der nach dem Mietbeginn auf unbestimmte Zeit weiterläuft.

Er endet nicht automatisch, sondern erst durch eine wirksame Kündigung, einen Aufhebungsvertrag oder einen anderen zulässigen Beendigungsgrund.

Wann muss ich meine Wohnung bei 3 Monaten Kündigungsfrist kündigen?

Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats zugehen, damit dieser Monat noch in die Dreimonatsfrist einbezogen wird.

Geht das Schreiben rechtzeitig zu, endet das Mietverhältnis zum Ablauf des übernächsten Monats. Kommt es später an, verschiebt sich das Vertragsende in der Regel um einen weiteren Monat.

Kann ein unbefristeter Mietvertrag vom Vermieter gekündigt werden?

Ja, aber nicht frei nach Belieben, sondern nur mit berechtigtem Interesse, korrekter Begründung und Einhaltung der gesetzlichen Fristen.

Typische Gründe sind Eigenbedarf, erhebliche Pflichtverletzungen des Mieters oder besondere wirtschaftliche Gründe. Außerdem verlängert sich die Frist des Vermieters nach mehr als fünf und nach mehr als acht Jahren jeweils um drei Monate.

Kann ein unbefristeter Mietvertrag wegen Eigenbedarf gekündigt werden?

Ja, eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist grundsätzlich möglich, wenn der Bedarf echt ist und im Schreiben nachvollziehbar dargelegt wird.

Im Kündigungsschreiben sollte erkennbar sein, welche Person die Wohnung nutzen soll und warum gerade diese Wohnung benötigt wird.

Ist ein unbefristeter Mietvertrag ohne Kündigungsfrist möglich?

Für die normale Wohnraummiete gibt es keine beliebige ordentliche Kündigung ohne Frist, auch wenn der Vertrag unbefristet abgeschlossen wurde.

Ordentliche Kündigungen richten sich nach den gesetzlichen oder wirksam vereinbarten Regeln. Daneben gibt es nur in besonderen Fällen eine außerordentliche oder fristlose Kündigung, etwa bei einem wichtigen Grund.

Wird ein befristeter Mietvertrag automatisch unbefristet?

Nicht jede Befristung hält dauerhaft, denn fehlende Gründe oder Formfehler können dazu führen, dass das Mietverhältnis rechtlich als unbefristet gilt.

Fehlt ein zulässiger Befristungsgrund oder wird dieser bei Vertragsschluss nicht schriftlich mitgeteilt, gilt der Vertrag bei Wohnraum grundsätzlich als unbefristet. Auch Formfehler bei längeren Laufzeiten können dazu führen.

Unbefristeter Mietvertrag Wohnung: Vorlage kostenlos als PDF und Word herunterladen

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Artikelnummer: MV-014 Kategorie: